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Baunebenkosten beim Fertighaus

Fotorealistisches Fertighaus-Motiv zu Baunebenkosten für die Kostenplanung 2026
Bildredaktion · kosten-fertighaus.de

Die Baunebenkosten beim Fertighaus betragen ca. 15 bis 20 Prozent der Bausumme (Richtwert aus eigener Marktauswertung, Stand September 2026).

Kernaussage: Die reinen Hauskosten laut Angebot decken nie das gesamte Bauprojekt ab. Erdarbeiten, Steuern, Genehmigungen und Anschlüsse müssen separat budgetiert werden.
Aktuelle Zahlen: Bei 350.000 € Hauskosten entsprechen 15–20 % rechnerisch 52.500–70.000 €; Grundstückskaufkosten kommen hinzu (Richtwert aus eigener Marktauswertung, Stand September 2026, Methodik).
Einschränkung: Maklergebühren und Erschließungskosten schwanken extrem je nach Grundstücksbeschaffenheit.
Stand: Zuletzt aktualisiert: September 2026 · Redaktionell geprüft.
Nächster Schritt: Nutzen Sie unseren Kostenrechner.

Länderübersicht

Grunderwerbsteuer

Satz in Prozent

Stand: 31. August 2026. Quelle: Ländergesetze; Zusammenstellung Finanztip, abgerufen am 31. August 2026. Diagrammatische Übersicht, keine geografische Karte.

Welche Nebenkosten kommen beim Fertighaus dazu?

Auch bei schlüsselfertigen Häusern zahlt der Bauherr verschiedene Gebühren rund um den Grundstückskauf und die Bauvorbereitung selbst. Die Baunebenkosten werden oft unterschätzt. Sie teilen sich in zwei Hauptbereiche: Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch) und Bauvorbereitungsnebenkosten (Bodengutachten, Erschließung, Baugenehmigung).

Alle Baunebenkosten im Detail

Kaufnebenkosten richten sich nach dem Grundstückswert, während Bauvorbereitung und Baustellenbetrieb überwiegend als feste Positionen kalkuliert werden. Offene Beträge sollten bis zum konkreten Angebot nicht mit null angesetzt werden.

Typische Positionen der Baunebenkosten; Steuersätze nach Ländergesetzen, übrige Spannen: Richtwert aus eigener Marktauswertung, Stand September 2026.
PositionAnsatzBezugsgröße / Hinweis
Grunderwerbsteuer3,5–6,5 %Grundstück beziehungsweise verbundenes Geschäft; Satz nach Bundesland
Notar und Grundbuchca. 1,5–2 %Kaufpreis des Grundstücks
Makler0–3,57 %Käuferanteil regional und vertraglich unterschiedlich
Baugenehmigung800–2.800 €Gebührenordnung und Bausumme
Bodengutachten1.000–2.500 €Umfang und Zahl der Bohrpunkte
Vermessung2.000–3.500 €Landesrecht und erforderliche Leistungen
Erschließung0–50.000 €Abhängig vom Erschließungszustand
Hausanschlüsse8.000–15.000 €Leitungslängen und örtliche Versorger
Bauherrenversicherungen500–1.500 €Deckung und Bauzeit
Baustrom und Bauwasser1.000–2.500 €Verbrauch, Anschluss und Mietdauer

Sämtliche Euro-Spannen sowie die nicht gesetzlich festgelegten Prozentansätze sind Richtwert aus eigener Marktauswertung, Stand September 2026. Der individuelle Wert hängt insbesondere vom Grundstück ab; der Kostenrechner führt solche Positionen bewusst als prüfbare Budgetzeilen.

Baunebenkosten-Rechner

Geschätzte Nebenkosten

Grunderwerbsteuer (5%) 5.000 €
Notar & Grundbuch (ca. 1.5%) 1.500 €
Makler (ca. 3.57%) 3.570 €
Erschließung (Pauschale) 15.000 €
Bauantrag & Gutachten 5.750 €
Baustelleneinrichtung 1.500 €
Summe BNK32.320 €

Entspricht 7.2% des Gesamtprojekts.

Richtwert aus eigener Marktauswertung, Stand September 2026

Grunderwerbsteuer je Bundesland (Stand September 2026)

Grunderwerbsteuersätze nach Ländergesetzen; Zusammenstellung Finanztip, Stand 16.07.2026, abgerufen am 31.08.2026.
BundeslandSteuersatz
Baden-Württemberg5.0 %
Bayern3.5 %
Berlin6.0 %
Brandenburg6.5 %
Bremen5.5 %
Hamburg5.5 %
Hessen6.0 %
Mecklenburg-Vorpommern6.0 %
Niedersachsen5.0 %
Nordrhein-Westfalen6.5 %
Rheinland-Pfalz5.0 %
Saarland6.5 %
Sachsen5.5 %
Sachsen-Anhalt5.0 %
Schleswig-Holstein6.5 %
Thüringen5.0 %

Tipp: Wenn Sie das Grundstück getrennt vom Haus von einer anderen Partei kaufen, fällt die Grunderwerbsteuer in der Regel nur auf den Grundstückspreis an. Kaufen Sie beides aus einer Hand ("verbundenes Geschäft"), besteuert das Finanzamt die Gesamtsumme aus Grundstück und Haus.

Häufige Fragen zu Baunebenkosten

Wie hoch sind die Baunebenkosten bei 400.000 Euro?

Bei einer Bausumme von 400.000 Euro ergeben 15 bis 20 Prozent rechnerisch 60.000 bis 80.000 Euro. Kaufnebenkosten für das Grundstück können zusätzlich anfallen; Quelle: Richtwert aus eigener Marktauswertung, Stand September 2026.

Was zählt zu den Baunebenkosten?

Zur Kalkulation gehören unter anderem Steuer, Notar, Genehmigung, Gutachten, Vermessung, Erschließung, Hausanschlüsse und Baustellenmedien. Welche Position bereits im Vertrag enthalten ist, zeigt nur die jeweilige Leistungsbeschreibung.

Sind Grundstückskosten in den 15 bis 20 Prozent enthalten?

Der Grundstückskaufpreis ist nicht enthalten. Auch die darauf bezogenen Kaufnebenkosten sollten separat gerechnet werden, weil Steuersatz und eine mögliche Maklerprovision vom konkreten Kauf abhängen; Prozentansatz: Richtwert aus eigener Marktauswertung, Stand September 2026.

Wann werden Erschließung und Hausanschlüsse bezahlt?

Gemeinden und Versorger rechnen nach ihren jeweiligen Bescheiden, Angeboten und Baufortschritten ab. Eine frühe Anfrage klärt, welche Leitungen an der Grundstücksgrenze liegen und welche Arbeiten noch beauftragt werden müssen.

Wie lässt sich eine Kostenlücke vermeiden?

Jede Position sollte den Status enthalten, geschätzt, angeboten oder offen erhalten. Zusätzlich bleibt eine Reserve sinnvoll, denn Bodenverhältnisse, Leitungslängen und behördliche Anforderungen stehen vor der Detailplanung nicht vollständig fest.

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